AWARENESS
Awareness Konzept
[Das Konzept ist kein abgeschlossener Prozess, sondern muss vor jedem Openair auf seine Aktualität geprüft und wo
nötig erweitert werden. Das Geschriebene orientiert sich zu grossen Teilen an der wertvollen Arbeit von
https://safethedance.de/awareness-leitfaden/]
Trigger und Content Warnung
Dieses Awareness Konzept thematisiert intersektionale Diskriminierungen und strukturelle Gewalt. Dies kann sich
unter Umständen negativ auf deine emotionale Verfassung auswirken. Achte daher beim Lesen auf dein körperliches
und mentales Wohlbefinden, mache Pausen und nehme dir die Zeit, die du brauchst. Sollte dir im Text etwas
auffallen, das dich stört oder du als falsch empfindest, melde dich gerne bei uns, wir sind offen für Feedback und
Kritik.
Im Folgenden sprechen wir über verschiedenen Formen der Diskriminierung und Grenzüberschreitungen. Damit sind
jegliche Formen von individueller, institutioneller und struktureller Diskriminierung gemeint. Wir verzichten hier
bewusst auf eine beispielhafte Auflistung, da diese nur unvollständig sein kann. Falls du ausführlichere Erklärungen
möchtest, kannst du gerne folgende Website besuchen: https://awareness-akademie.de/glossar/
Unser Konzept ersetzt nicht die Auseinandersetzung mit dem Thema struktureller Gewaltverhältnisse und
intersektionale / interdependente Diskriminierung (1).
Was bedeutet Awareness für uns
«To be aware» heisst erstmal aufmerksam sein bzw. ein Bewusstsein haben für Probleme und für diese sensibel sein.
Awareness ist ein sich stetig weiterentwickelndes Konzept, das sich mit respektvollem Verhalten mit- und zueinander
beschäftigt. Es geht darum, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam versuchen einen Raum zu schaffen, in
dem sich alle wohlfühlen können und keinerlei Übergriffe oder diskriminierendes Verhalten geduldet werden.
Fehlverhalten, durch welches sich Menschen angegriffen, missachtet, verletzt, diskriminiert, herabgewürdigt oder
überfordert fühlen, wird nicht in Frage gestellt.
Grenzüberschreitungen werden immer von Betroffenen definiert.
Gewalt- und Machtverhältnisse können nicht aufgelöst, aber sichtbar gemacht werden. Unser Ziel ist es, präventiv
gewaltvollen und intersektionalen Diskriminierungserfahrungen durch unsere aktive Awarenessarbeit
entgegenzuwirken und dadurch gemeinsam safer spaces (2) zu schaffen.
Wir möchten uns an den drei Grundsätzen für Awareness Arbeit orientieren, die von Safe the Dance festgehalten
wurden:
Konsens bzw. Zustimmung
Individuelle Grenzen werden respektiert: Nein heisst immer Nein! Und noch wichtiger: Nur Ja heisst Ja!
Definitionsmacht
Wo ein Übergriff beginnt, bestimmt immer die betroffene Person und sie hat das Recht zu entscheiden, wie es nach
dem Vorfall weitergeht.
Parteilichkeit
Die Wahrnehmung der betroffenen Person wird nicht in Frage gestellt – Solidarität steht an erster Stelle!
Wie leisten wir Awareness Arbeit
Am OkapiOpenair gibt es einen Awareness Rückzugsort, eine Awareness Telefonnummer sowie Awareness Personal,
das unterwegs ist. Das mobile Team ist an einem aufgeklebten ‘A’ auf dem Rücken erkennbar. Wenn du ein Anliegen
hast, kannst du jederzeit auf das Awareness Team zugehen. Du kannst das Awareness Team jederzeit darum bitten,
ihr Kennzeichen für den Moment des Gespräches abzunehmen. Wenn du merkst, dass es dir nicht gut geht – egal aus
welchem Grund – sprich das Awareness Team an. Wir sind für dich da!
Du hast zudem jederzeit die Möglichkeit den Awareness Rückzugsort aufzusuchen. Das Rückzugszelt befindet sich auf
dem Campingplatz. Grundsätzlich kannst du dich immer auch an der Bar melden und diese kümmert sich darum,
dass Menschen aus dem Awareness Team zu dir kommen.
Auch unsere Veranstaltungsleitung und Helfer*innen werden im Vorfeld von uns gebrieft, um einen möglichst
sensiblen Umgang mi- und untereinander zu gewährleisten.
Falls du dich bereits vor dem OkapiOpenair mit Fragen oder Anregungen an das Awareness Team wenden möchtest,
kannst du das hier tun: info@okapiopenair.ch | Betreff: Awareness
Auch nach der Veranstaltung darfst du uns gerne deine Erfahrungen per Mail mitteilen – deine Erlebnisse haben kein
Verfallsdatum und sollen auch im Nachhinein einen Platz finden und nach Bedarf aufgearbeitet werden.
Kontakte / Beratungsstellen
Sanität/Ambulanz: 144
Feuerwehr: 118
Drogenberatung Bern (Suchtinfo): 031 311 44 11
LGBT+ Beratung (Switchboard): 0800 30 03 00
Frauen*haus Bern: 031 311 22 33
SOS Rassismus: 044 366 98 16
Rechtsberatung für Frauen*: Frauen*beratungsstelle Bern 031 311 22 33
Kriseninterventionszentrums KIZ: 044 296 73 10 (kostet evtl. CHF50)
Toxinfo (Vergiftungen Helpline): 145
(1) Intersektionale / interdependente Diskriminierung: Menschen können verschiedene Merkmale auf sich vereinen,
die sie für eine diskriminierende Behandlung anfällig machen (z.B. Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, soziale Stellung,
eine Behinderung, Alter, Religionszugehörigkeit, etc.). Dadurch können sie in Alltagssituation mehrfach und in
verschiedenen Zusammenhängen Diskriminierung ausgesetzt sein. Wenn mehrere Diskriminierungsformen
gleichzeitig wirken, sprechen wir von intersektionaler / interdependenter Diskriminierung
(https://www.humanrights.ch/de/recherchieren/juristisches-konzept-diskriminierungsverbot)
(2) Bewusst anstelle von ‘safe space’ gewählt, da wir uns bewusst sind, dass es so etwas wie einen 100% sicheren Ort
nicht gibt.
AWARENESS
Awareness Konzept
[Das Konzept ist kein abgeschlossener Prozess, sondern
muss vor jedem Openair auf seine Aktualität geprüft und
wo nötig erweitert werden. Das Geschriebene orientiert
sich zu grossen Teilen an der wertvollen Arbeit von
https://safethedance.de/awareness-leitfaden/]
Trigger und Content Warnung
Dieses Awareness Konzept thematisiert intersektionale
Diskriminierungen und strukturelle Gewalt. Dies kann sich
unter Umständen negativ auf deine emotionale
Verfassung auswirken. Achte daher beim Lesen auf dein
körperliches und mentales Wohlbefinden, mache Pausen
und nehme dir die Zeit, die du brauchst. Sollte dir im Text
etwas auffallen, das dich stört oder du als falsch
empfindest, melde dich gerne bei uns, wir sind offen für
Feedback und Kritik.
Im Folgenden sprechen wir über verschiedenen Formen
der Diskriminierung und Grenzüberschreitungen. Damit
sind jegliche Formen von individueller, institutioneller und
struktureller Diskriminierung gemeint. Wir verzichten hier
bewusst auf eine beispielhafte Auflistung, da diese nur
unvollständig sein kann. Falls du ausführlichere
Erklärungen möchtest, kannst du gerne folgende Website
besuchen: https://awareness-akademie.de/glossar/
Unser Konzept ersetzt nicht die Auseinandersetzung mit
dem Thema struktureller Gewaltverhältnisse und
intersektionale / interdependente Diskriminierung (1).
Was bedeutet Awareness für uns
«To be aware» heisst erstmal aufmerksam sein bzw. ein
Bewusstsein haben für Probleme und für diese sensibel
sein. Awareness ist ein sich stetig weiterentwickelndes
Konzept, das sich mit respektvollem Verhalten mit- und
zueinander beschäftigt. Es geht darum, sich gegenseitig zu
unterstützen und gemeinsam versuchen einen Raum zu
schaffen, in dem sich alle wohlfühlen können und keinerlei
Übergriffe oder diskriminierendes Verhalten geduldet
werden.
Fehlverhalten, durch welches sich Menschen angegriffen,
missachtet, verletzt, diskriminiert, herabgewürdigt oder
überfordert fühlen, wird nicht in Frage gestellt.
Grenzüberschreitungen werden immer von
Betroffenen definiert.
Gewalt- und Machtverhältnisse können nicht aufgelöst,
aber sichtbar gemacht werden. Unser Ziel ist es, präventiv
gewaltvollen und intersektionalen
Diskriminierungserfahrungen durch unsere aktive
Awarenessarbeit entgegenzuwirken und dadurch
gemeinsam safer spaces (2) zu schaffen.
Wir möchten uns an den drei Grundsätzen für Awareness
Arbeit orientieren, die von Safe the Dance festgehalten
wurden:
Konsens bzw. Zustimmung
Individuelle Grenzen werden respektiert: Nein heisst
immer Nein! Und noch wichtiger: Nur Ja heisst Ja!
Definitionsmacht
Wo ein Übergriff beginnt, bestimmt immer die betroffene
Person und sie hat das Recht zu entscheiden, wie es nach
dem Vorfall weitergeht.
Parteilichkeit
Die Wahrnehmung der betroffenen Person wird nicht in
Frage gestellt – Solidarität steht an erster Stelle!
Wie leisten wir Awareness Arbeit
Am OkapiOpenair gibt es einen Awareness Rückzugsort,
eine Awareness Telefonnummer sowie Awareness
Personal, das unterwegs ist. Das mobile Team ist an einem
aufgeklebten ‘A’ auf dem Rücken erkennbar. Wenn du ein
Anliegen hast, kannst du jederzeit auf das Awareness
Team zugehen. Du kannst das Awareness Team jederzeit
darum bitten, ihr Kennzeichen für den Moment des
Gespräches abzunehmen. Wenn du merkst, dass es dir
nicht gut geht – egal aus welchem Grund – sprich das
Awareness Team an. Wir sind für dich da!
Du hast zudem jederzeit die Möglichkeit den Awareness
Rückzugsort aufzusuchen. Das Rückzugszelt befindet sich
auf dem Campingplatz. Grundsätzlich kannst du dich
immer auch an der Bar melden und diese kümmert sich
darum, dass Menschen aus dem Awareness Team zu dir
kommen.
Auch unsere Veranstaltungsleitung und Helfer*innen
werden im Vorfeld von uns gebrieft, um einen möglichst
sensiblen Umgang mi- und untereinander zu
gewährleisten.
Falls du dich bereits vor dem OkapiOpenair mit Fragen
oder Anregungen an das Awareness Team wenden
möchtest, kannst du das hier tun: info@okapiopenair.ch |
Betreff: Awareness
Auch nach der Veranstaltung darfst du uns gerne deine
Erfahrungen per Mail mitteilen – deine Erlebnisse haben
kein Verfallsdatum und sollen auch im Nachhinein einen
Platz finden und nach Bedarf aufgearbeitet werden.
Kontakte / Beratungsstellen
Sanität/Ambulanz: 144
Feuerwehr: 118
Drogenberatung Bern (Suchtinfo): 031 311 44 11
LGBT+ Beratung (Switchboard): 0800 30 03 00
Frauen*haus Bern: 031 311 22 33
SOS Rassismus: 044 366 98 16
Rechtsberatung für Frauen*: Frauen*beratungsstelle Bern
031 311 22 33
Kriseninterventionszentrums KIZ: 044 296 73 10 (kostet
evtl. CHF50)
Toxinfo (Vergiftungen Helpline): 145
(1) Intersektionale / interdependente Diskriminierung:
Menschen können verschiedene Merkmale auf sich
vereinen, die sie für eine diskriminierende Behandlung
anfällig machen (z.B. Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft,
soziale Stellung, eine Behinderung, Alter,
Religionszugehörigkeit, etc.). Dadurch können sie in
Alltagssituation mehrfach und in verschiedenen
Zusammenhängen Diskriminierung ausgesetzt sein. Wenn
mehrere Diskriminierungsformen gleichzeitig wirken,
sprechen wir von intersektionaler / interdependenter
Diskriminierung
(https://www.humanrights.ch/de/recherchieren/juristische
s-konzept-diskriminierungsverbot)
(2) Bewusst anstelle von ‘safe space’ gewählt, da wir uns
bewusst sind, dass es so etwas wie einen 100% sicheren
Ort nicht gibt.